Neuropsychologische Psychotherapie

Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns können zu Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit, des emotionalen Erlebens und des Verhaltens führen. Mögliche Folgen sind Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Handlungsplanung, eine verminderte Belastbarkeit, rasche mentale Erschöpfung sowie Schwierigkeiten bei der Krankheitsverarbeitung. Auch das familiäre, soziale und berufliche Leben kann hierdurch erheblich beeinflusst werden.
Die neuropsychologische Psychotherapie richtet sich an Erwachsene mit erworbenen Schädigungen oder Erkrankungen des Gehirns, beispielsweise nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Hirnblutung oder einer Hirntumorerkrankung sowie bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson.
Zu Beginn erfolgt eine differenzierte neuropsychologische Diagnostik. Auf dieser Grundlage wird die Behandlung individuell geplant. Bei Bedarf und mit Einverständnis der Patientin oder des Patienten können Angehörige sowie weitere am Rehabilitationsprozess beteiligte Personen einbezogen werden. Ziel der Behandlung ist es, vorhandene Fähigkeiten bestmöglich zu nutzen, Beeinträchtigungen angemessen auszugleichen und eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung zu fördern.

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