Außergewöhnlich belastende oder bedrohliche Erfahrungen können die psychischen Verarbeitungsmöglichkeiten eines Menschen überfordern. Hierzu gehören beispielsweise schwere Unfälle, Gewalterfahrungen, existenziell bedrohliche Erkrankungen, Katastrophen sowie schwere Verlust- oder Vernachlässigungserfahrungen.
Traumafolgestörungen können sich unter anderem durch ungewollte Erinnerungen, Albträume, anhaltende innere Anspannung, Ängste, Vermeidungsverhalten, emotionale Taubheit, depressive Beschwerden oder ein fortbestehendes Gefühl von Bedrohung äußern. Häufig beeinträchtigen diese Beschwerden das persönliche, soziale und berufliche Leben erheblich.
Am Beginn der Behandlung stehen eine sorgfältige diagnostische Abklärung und die gemeinsame Festlegung der Therapieziele. Die weitere Behandlung orientiert sich an der individuellen Symptomatik und Belastbarkeit.
Dabei kommen wissenschaftlich anerkannte verhaltenstherapeutische und traumatherapeutische Verfahren zum Einsatz. EMDR kann als eine Behandlungsmethode in die laufende Psychotherapie integriert werden. Die Auswahl und der Zeitpunkt traumabearbeitender Interventionen werden individuell abgestimmt.